KB 16.09.2026 – Ausschuss für Schule und Kinderbetreuung
Am 16.09.2026 fand eine Sitzung des Ausschusses für Schule und Kinderbetreuung in der Mensa der Lerchenschule in Faßberg statt.
Vor Beginn der Sitzung vollzog Bürgermeisterin Speder zunächst die Pflichtenbelehrung für die neu gewählte Elternvertreterin Frau Asmus sowie die Stellvertreterin Frau Müller-Bruhn. Wir möchten beiden unseren Dank aussprechen, dass sie dieses wichtige Amt wahrnehmen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit zum Wohle der Schülerinnen und Schüler.
Nach den obligatorischen Punkten (Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, der Beschlussfähigkeit sowie der Tagesordnung) und der Genehmigung des Protokolls der vorherigen Sitzung standen an diesem Abend vor allem die Berichte der Schulleitungen sowie der gemeinsame Antrag von CDU und SPD zum Erhalt beider Grundschulen in Faßberg und Müden sowie zur Sicherstellung einer verlässlichen Ganztagsbetreuung an beiden Standorten zur Debatte.
Für die Grundschule Faßberg wurde sodann berichtet, dass die Schule derzeit von 129 Schülerinnen und Schülern besucht wird, wobei eine hohe Anzahl an verschiedenen Unterstützungsbedarfen (u.a. Schulbegleitungen und Förderbedarfe) besteht. Neben den Stammlehrkräften prägen weiterhin diverse Abordnungen sowie die pädagogischen Mitarbeitenden das Kollegium.
Wie bereits in vorherigen Sitzungen stellte Frau Nickel die aktuelle Ausgestaltung des Ganztags durch das Land – insbesondere aus pädagogischer Sicht – als nicht zufriedenstellend, ja sogar kritisch dar. Positiv hervorgehoben wurde die Unterstützung sowie Zusammenarbeit mit dem Integrationsbüro und es wurde über zahlreiche Aktivitäten wie beispielsweise der Zahnprophylaxe, der Brandschutzerziehung oder auch einer Fotoaktion berichtet.
Gemäß dem sich anschließenden Bericht für die Grundschule Müden besuchen derzeit 93 Schülerinnen und Schüler die Schule am Heidesee und diese verfügt aktuell über eine stabile Unterrichtsversorgung mit jeweils festen Klassenlehrkräften.
Weiter wurde bereits an diesem Punkt über den geplanten Ausbau der Schulinfrastruktur im Zusammenhang mit der Entwicklung zur Ganztagsschule berichtet. Dieser ist mit erheblichen baulichen Maßnahmen verbunden und so soll zunächst bis Mitte 2027 der Ausbau des Dachbodens, gefolgt vom Sekretariat im Erdgeschoss und der anschließende Ausbau der Mensa erfolgen.
Abschließend wurde durch Frau Bolte zu den weiteren umfangreichen Aktivitäten wie beispielsweise der Luftbrückenfahrt nach Berlin im April 2026, der Chorfahrt ebenfalls nach Berlin im Mai 2026, der Klassenfahrt nach Heide sowie dem Wandertag ins Salinenmuseum nach Wietze berichtet.
Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, dass dem gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung Rechnung zu tragen ist und wichtige Meilensteine auf dem Weg vom Hort zu eben diesem Ganztagsangebot zu erreichen sind.
Zum Lösen dieser nicht nur strukturellen Herausforderung sind Beratungen und Entscheidungen erforderlich. Aus diesem Grund haben sich CDU und SPD zu einem Antrag entschlossen, der folgende Kernthemen behandelt:
1. Erhalt beider Grundschulen in den Ortsteilen Faßberg und Müden.
2. Schaffung und dauerhafte Sicherstellung einer Ganztagsbetreuung an beiden Schulstandorten.
3. Prüfung und Beantragung von Fördermitteln für die schulische Ganztagsbetreuung.
Zur Einführung in die Beratung informierte Herr Golek zum aktuellen Sachstand aus Sicht der Verwaltung. Da umfangreiche bauliche und organisatorische Voraussetzungen – insbesondere im Bereich Raumangebote, Mensa und Infrastruktur – geschaffen werden müssen, soll die Ganztagsschule in Müden frühestens zum Schuljahr 2028/2029 realisiert werden.
Darüber hinaus wurden die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Ganztags durch ihn dargestellt. Dabei wurde insbesondere auf Fördermöglichkeiten, notwendige Antragstellungen sowie die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Celle eingegangen. An diesem Punkt wurde auch der durch Herrn Bocksch (ULF) eingereichte Fragenkatalog zu dieser Thematik behandelt.
Ein wesentlicher Bestandteil im infrastrukturellen Bereich ist die erforderliche Errichtung einer Mensa. Die aktuellen Planungen zu diesem Projekt konnte Herr Rost folgend sehr informativ vorstellen. Die Kosten hierfür belaufen sich nach aktueller Schätzung auf rund 308.000 €, welche durch mögliche Fördermittel von bis zu ca. 260.000 € gestützt werden könnten.
Herauszustellen ist, dass der bestehende Hortbetrieb in Müden bis zur Umsetzung einer Ganztagsschule fortgeführt werden soll, um so eine verlässliche Betreuung sicherzustellen.
Im Verlauf der Beratung wurde deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen zur konkreten Ausgestaltung und möglichen Alternativen gibt. Insbesondere die von Herrn Bocksch (ULF) und Herrn Maniewski (WGF) eingebrachten Fragestellungen und Alternativüberlegungen – etwa zur Nutzung bestehender Kapazitäten oder zur Kooperation zwischen den Schulstandorten – zeigen, dass hier weiterhin Informationsbedarf in alle Richtungen sowie Klärungsbedarf besteht. Gleichzeitig wurde an dieser Stelle jedoch auch klar, dass die vorgebrachten Argumente gegen eine Ganztagsbetreuung an beiden Standorten sowohl aus pädagogischer und auch organisatorischer Sicht nur eingeschränkt tragfähig erscheinen.
Gerade im Hinblick auf die öffentliche Diskussion rund um den Fortbestand des Hortes wurde zudem deutlich, wie wichtig eine sachliche und verlässliche Kommunikation ist. Missverständnisse tragen dabei nicht zur notwendigen Klarheit bei und verunsichern Eltern unnötig.
Abschließend konnte unser Ausschussmitglied Matthias Möncher die Argumente aber noch einmal zusammenfassen und dabei vor allem auf die Chancen der frühzeitigen Entscheidung für ein Ganztagsangebot in Müden und vor allem auch die Gefahren im Falle einer verzögerten Beantragung von Fördermitteln im Falle einer erneuten Vertagung hinweisen.
Schlussendlich standen dem ablehnenden Votum von Herrn Bocksch (ULF) und Herrn Maniewski (WGF) fünf befürwortende Stimmen der anderen stimmberechtigten Mitglieder gegenüber. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Entscheidung auf dem Weg zum Ganztag in Faßberg und Müden getan.
Im anschließenden Bericht der Bürgermeisterin informierte Frau Speder über den aktuellen Stand bei Spielgeräten. Dieser ist trotz zwei Abgängen weitestgehend positiv. Des Soccer Court in Müden, soll noch vor den Herbstferien fertiggestellt werden. Auf Nachfrage wurde darauf hingewiesen, dass die Briefwahlunterlagen für die anstehende Stichwahl bei Bedarf auch per E-Mail beantragt werden können, sofern der Wahlschein fehlen sollte.
Unter dem Punkt Anfragen und Anregungen wurde das Thema Ganztag nochmals intensiv diskutiert. Auch aus Sicht der Zuhörer wurde deutlich, dass ein großes Interesse an einer verlässlichen, wohnortnahen Lösung besteht und klare Perspektiven erwartet werden. Wie engagiert die Elternschaft sowie die Zuhörer sind, wurde beim abschließenden Aufruf zu Elterninitiativen zum Wohle der Schülerinnen und Schüler sichtbar.
Fazit: Die Sitzung hat gezeigt, dass mit dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD ein klarer und verantwortungsvoller Weg aufgezeigt wird, der sowohl den Erhalt beider Schulstandorte als auch die langfristige Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Ganztagsbetreuung in der Gemeinde Faßberg in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine transparente Kommunikation und eine konsequente Weiterverfolgung der Planungen entscheidend für die Akzeptanz in der Bevölkerung sind.
Nutzen Sie doch in Zukunft einmal die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuellen Themen zu informieren, ihre Fragen zu stellen und seien Sie bei der nächsten Sitzung einfach mal mit dabei.
Gern sind wir aber auch außerhalb der Sitzungen für Ihre Fragen und Anregungen mit den Mitgliedern der CDU-Fraktion zur Stelle.
Hinweis: Dieser Bericht spiegelt den persönlichen Eindruck wider. Es ist kein offizielles Protokoll der Verwaltung der Gemeinde Faßberg und daher sind Änderungen ohne Gewähr vorbehalten.
gez.
Matthias Möncher